Wie sicher sind Zahnimplantate?


Zahnimplantate sind sicher besser als ihr Ruf. Schon seit den 1980-iger Jahren sind Zahnimplantate eine wissenschaftlich anerkannte Therapie um Zähne zu sanieren. Auch sind die positiven Ergebnisse gut: Zwischen 90 und 95 Prozent liegt die Haltbarkeit dieser Implantate nach einem ca. 5-jährigen Gebrauch. Viele Experten glauben, dass inzwischen jährlich in Deutschland fast 1 Million Zahnimplantate gesetzt werden. Damit ist fast jeder 20. Zahnersatz ein Implantat.

Im Laufe der letzten 30 Jahre haben sich die Verfahrensweisen und die Materialien immer wieder verändert und sind „vielzählig“ geworden. Fast 400 unterschiedliche Zahnimplantat-Systeme gibt es derzeit weltweit. Obwohl die Vorgehensweise immer gleich ist: Fast immer aus Titan wird eine künstliche Zahnwurzel in den Kieferknochen oben oder unten eingeschraubt, ähnlich eines Dübels. Das Zahnfleisch wird darüber gelegt und dann muss das Ganze ca. 3 bis 6 Monate einwachsen. Erst dann wird mittels eines Verbindungsstückes eine Krone auf die künstliche Zahnwurzel gesetzt.

Trotz aller Perfektion treten immer wieder mal Probleme auf. Sogar nicht wenige, denn bei immerhin fast 15 Prozent, so wird von Experten geschätzt, werden die Implantate locker und lösen sich. Fast immer hat dies mit gegebenen anatomischen Vorraussetzungen zu tun, wie etwa der vorhandenen Knochensubstanz und des Zahnfleisches. Dann kommt es zu einer Entzündung im Bereich des Zahnimplantats.

Experten wollen bessere Kontrolle der Zahnimplantate


Aus der zahnärztlichen Zunft kommt der Vorschlag, so etwas wie einen „Implantat-Pass“ einzuführen. Dort sollte für jeden Patienten festgehalten werden, welches Fabrikat und welche Materialien zum Einsatz gekommen sind. Damit sind evtl. erforderliche Nachbehandlungen besser durchzuführen und es können auch Ersatzteile einfacher, leichter und schneller beschafft werden.

Leider fehlt es vielen niedergelassenen Zahnärzten an ausreichend Kenntnissen in Sachen Implantologie. Die Ausbildungsordnung für Zahnärzte ist mehr als 60 Jahre alt und darin ist nicht an Implantate gedacht, weil es die damals noch nicht gab. Für Zahnärzte ist eine Zusatzausbildung erforderlich um die Implantologie durchführen zu können. Es gibt viele Universitäten die ihren Lehrkatalog um die Implantologie erweitert haben.

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